Olivenöl und seine Wirkstoffe

olivenzweig hochAlle Welt redet von "Anti-Aging", die künstlich produzierten Produkte boomen. Dabei bergen die Fürchte des Ölbaums die ältesten und natürlichsten biologischen Wirkstoffe, um den Alterungsprozess positiv zu beeinflussen. Die gesundheitlichen Effekte sind - auch durch Untersuchungen belegt - weit höher als beispielsweise eine reine Vitamin-C-Einnahme.

Dies liegt vor allem in der präventiven Wirkung:

  • Vitamin D - sorgt für die Gesundheit der Knochen
  • Vitamin E - schützt die Zellen
  • Provitamin Beta-Karotin - stärkt das Immunsystem, fördert Augen und gesunde Haut
  • Polyphenole - wirkt Oxidation und karzinomen Erkrankungen entgegen, gewichtsreduzierend
  • Kohlenwasserstoffe - wirken Oxidation und karzinomen Erkrankungen entgegen, gewichtsreduzierend
  • Chlorophyll - hemmt Oxidation
  • Spurenelemente- leisten stärkenden Beitrag zum Mineralstoffhaushalt

Anm:
Wie viele Esslöffel oder gar Liter Olivenöl wir also zu uns nehmen sollten steht jedoch nirgens - wohl eine zu große Menge um medizinische "Erfolge" zu erzielen!

Olivenöl ist kein Allheilmittel, aber die durch Olivenöl bestimmte (mediterane) Küche kann aktiv helfen gesundheitliche Risiken vorzubeugen. (Im Vergleich zu anderen Ernährungsarten soll ein Aufbau von Übergewicht vermieden werden können.)

Tees und Tropfen aus dem Olivenblatt wirken blutdrucksenkend.

Auch zur Entgiftung des Körpers wird Olivenöl eingesetzt: Morgens einen Esslöffel Olivenöl in den Mund nehmen, einige Minuten „kauen“, ausspucken.

Und auch bei der Regulierung des Cholesterinspiegels im Blut kann Olivenöl eine nicht unwichtige Rolle spielen.

Cholesterin ist eine fettähnliche Substanz (Lipid), die in allen tierischen und menschlichen Organen vorkommt. Cholesterine sind Grundbausteine der Gehirnzellen und Hormone und notwendig zur Fettverdauung und bei der Bildung von Vitamin D. Im Körper ist Cholesterin an Proteine gebunden.

Man unterscheidet Lipoproteine hoher Dichte (HDL; im Sprachgebrauch auch „gutes Cholesterin“) und Lipoproteine geringer Dichte (LDL; im Sprachgebrauch auch „schlechtes Cholesterin“).

Ist der Anteil an LDL-Cholesterinen zu hoch, kommt es zu einer krankhaften Veränderung der Arterienwände. Im schlimmsten Fall drohen Herzinfarkt und Schlaganfall.

Bei reichlich vorhandenen einfach ungesättigten Fettsäuren, in Olivenöl bis zu 78%, wird der Cholesterinspiegel zwar nicht gesenkt, jedoch wird das LDL-Cholesterin widerstandsfähiger gegen Oxidierung (Oxidierung verursacht die Entstehung freier Radikale, die zu Zellschäden führen können). Und die 12 % mehrfach ungesättigten Fettsäuren "helfen" dem „guten“ HDL-Cholesterin, welches hilft den Gesamtcholesterinspiegel zu senken.

So hilft Olivenöl die Zellen gegen den Angriff „freier Radikaler“ zu schützen.

Olivenöl enthält weitere Iridoide wie das Ligstrosid und Verbascosid und eine Mixtur von Flavonoiden wie Luteolin und Apigenin. Über ihre pharmakologischen Wirkungen ist bis jetzt noch nichts bekannt. Aber vielleicht ist ja auch gerade das der Grund „warum Olivenöl so gesund ist“: das bisschen Unbekannte und "Natürliche"!

Aufgrund seiner Zusammensetzung kann Olivenöl besonders gut von der Haut aufgenommen werden. Es wirkt regenerierend und ist deshalb auch das Basisöl für viele Massageöle und therapeutisch eingesetzte Öle. Auch auf Abszesse, Nagelerkrankungen, Wunden, Insektenstiche, rheumatische Beschwerden, Muskelkater und Krämpfe soll Olivenöl sich positiv auswirken.